Über mich
Ich bin Timon Hofmänner und lebe in der Region Werdenberg im St.Galler Rheintal. Beruflich arbeite ich in der Finanzverwaltung einer politischen Gemeinde. Politisch engagiere ich mich als Präsident der EVP Wahlkreis Werdenberg und als Vorstandsmitglied der EVP Kanton St.Gallen.
Noch vor einigen Jahren hätte ich vermutlich nicht erwartet, mich einmal so vorzustellen. Denn mein bisheriger Weg verlief alles andere als geradlinig.
Nach meiner kaufmännischen Ausbildung arbeitete ich fünf Monate auf dem Spitalschiff Africa Mercy in Liberia. Dort war ich hauptsächlich im hauswirtschaftlichen Bereich tätig. Zugleich erhielt ich prägende Einblicke in ein Land, das noch stark unter den Folgen zweier Bürgerkriege litt. Die Begegnungen machten mir neu bewusst, wie wenig selbstverständlich Frieden, Sicherheit und eine funktionierende medizinische Versorgung sind – und wie privilegiert mein eigenes Leben in der Schweiz ist.
Später liess ich mich zum Polizisten ausbilden. Dabei begegnete ich Menschen oft in besonders schwierigen Momenten ihres Lebens: nach Unfällen, bei familiären Konflikten, in psychischen Krisen oder im Zusammenhang mit Straftaten. Die Polizeiarbeit veränderte meinen Blick auf Menschen und auf unsere Gesellschaft nachhaltig. Sie zeigte mir, wie schnell einfache Urteile an ihre Grenzen stossen, sobald man die konkreten Lebensgeschichten dahinter kennenlernt.
Mit der Zeit merkte ich, dass meine berufliche Zukunft anders aussehen sollte. Ich studierte Theologie und schloss das Studium mit einem Bachelor of Theology ab. Danach arbeitete ich unter anderem in der kirchlichen Jugendarbeit.
Mein christlicher Glaube ist für mich keine private Nebensache. Er prägt mein Menschenbild, meine Wertvorstellungen und damit auch mein politisches Denken. Dennoch schreibe ich nicht nur für Menschen, die meine Überzeugungen teilen. Der respektvolle Austausch über politische und weltanschauliche Grenzen hinweg ist mir wichtig.
Politisch interessiere ich mich für viele verschiedene Bereiche und möchte mich nicht vorschnell auf wenige Themen festlegen. Besonders beschäftigen mich Fragen der Sicherheit und Gerechtigkeit. Auch die öffentlichen Finanzen interessieren mich, weil sie Einblick in beinahe alle Bereiche staatlichen Handelns geben. Ein weiteres Thema, mit dem ich mich immer wieder auseinandersetze, ist die Energieversorgung: Wie lassen sich Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und ökologische Verantwortung sinnvoll miteinander verbinden?
Mindestens ebenso wichtig wie die einzelnen Sachfragen ist mir die Art, wie Politik betrieben wird. Ich möchte Menschen mit anderen Überzeugungen fair und offen begegnen, ohne meine eigene Haltung zu verwässern. Andere Positionen ernst zu nehmen, bedeutet für mich nicht, beliebig zu werden. Ich will zuhören, sorgfältig abwägen und meine Überzeugungen zugleich klar, pointiert und durchdacht vertreten.
Die Beiträge auf diesem Blog geben meine persönlichen Einschätzungen wieder. Sie sind keine offiziellen Stellungnahmen der EVP oder einer anderen Organisation. Meine politische Zugehörigkeit beeinflusst selbstverständlich meine Perspektive. Sie soll jedoch nicht an die Stelle des kritischen Denkens treten.
Ich freue mich über Zustimmung, aber ebenso über begründeten Widerspruch. Entscheidend ist für mich nicht, dass wir am Ende derselben Meinung sind. Entscheidend ist, dass wir einander zuhören und die vorgebrachten Argumente ernst nehmen. Nur so wird unsere Demokratie langfristig gesund bleiben.
Mehr darüber, weshalb ich diesen Blog betreibe und was du von den Beiträgen erwarten kannst, erfährst du auf der folgenden Seite:
Über Stadt-Land-What?!
Politische Diskussionen scheitern oft nicht daran, dass zu wenig gesprochen wird. Häufig liegt das Problem darin, dass zu wenig zugehört wird. Positionen werden vorschnell eingeordnet, Gegenargumente abgewehrt und komplexe Fragen auf einfache Parolen reduziert.
Mit Stadt-Land-What?! möchte ich einen anderen Weg gehen.




